Von: Ralf Huckriede
Die Gänse der Saaler Mühle
An der Saaler Mühle in Bergisch Gladbach ist richtig was los. Nein, das ist keine Ente – sondern eine Gans. Eigentlich sogar ganz viele. Für manch einen jedoch ganz eindeutig zu viele. Denn Gänse machen nicht nur Spaß und sind nett anzuschauen, sie machen auch viel Dreck.
Seit einigen Jahren haben wilde Gänse, vornehmlich Kanadagänse, den Saaler Mühlenteich für sich entdeckt. Da sie auf den angrenzenden Rasenflächen des Parks reichlich Futter finden und auch von vielen Besuchern gefüttert werden, konnten sie sich stark vermehren. Sehr zum Wohlgefallen derjenigen, die sich über die vertrauten Tiere freuen, die ihnen geradezu aus der Hand fressen. Aber die Massenvermehrung hat auch Nachteile. Teich und angrenzende Wiesen sind stark mit Fäkalien belastet, was erholungssuchende Sonnenbader nicht gerade erfreut. Auch besteht die Gefahr, dass der Teich durch die Kot-Fracht umkippen kann. Selbst Botulismus, eine gefährliche Bakterienkrankheit, ist möglich. Allerdings gibt Dr. Thomas Mönig, der Amtstierarzt des Rheinisch-Bergischen Kreises hier Entwarnung: bisher gab es keine Anzeichen für Botulismus. Andererseits ist das Füttern von Brotresten für die Tiere eine sehr einseitige Ernährung und ruft Mangelerscheinungen und Krankheiten hervor. „Aber es sollte einen Weg geben, dass Mensch und Tier ohne Stress miteinander leben können“ glaubt Dr. Mönig.
Weitere Informationen gibt es im Internet z.B. unter: www.kanadagaense.de, www.dwl.de, www.interessengemeinschaft-zum-schutz-der-kanadagaense.de, www.jagd-bayern.eu u.v.a.m.




