Hitze setzt auch den Wildtieren zu
Jäger: Wildtiere sorgen trickreich für Abkühlung an heißen Tagen
Rheinisch-Bergischer Kreis – Der Wetterbericht wird langsam langweilig: Sonne und Hitze – über <metricconverter productid="30ᄚC" w:st="on">30°C</metricconverter> sind an der Tagesordnung – bringen uns Tag für Tag ins Schwitzen. Wohl dem, der sich im Freibad ins kühle Nass stürzen oder im Büro die Klimaanlage laufen lassen kann. Manch einer fragt sich aber, wie die Tiere in Wald und Feld unbeschadet die heißen Tage überstehen.
„Die Wildtiere machen es eigentlich gar nicht anders als wir Menschen“ erläutert Hans Erik Backhausen von der Kreisjägerschaft des Rheinisch Bergischen Kreises, „vor allem Wildschweine und Hirsche zieht es zum Wasser. Sie nutzen regelmäßig die angestammten Suhlen, in denen sie sich wahre Schlammpackungen verpassen lassen.“ Für die Tiere ergeben sich gleich 2 Vorteile, denn neben der angenehmen Kühlung schützt der Matsch auf dem Fell hervorragend vor Mücken, Zecken und Bremsen.
Andere Wildtiere lassen es in der Hitze lieber ruhig angehen oder stehen mehr auf KlimaÂanlagen. Ähnlich den Haushunden, die an den „Hundstagen“ gerne eine ausgedehnte Siesta machen und sich mit Hecheln die notwendige Abkühlung holen, setzt auch der Fuchs auf die körpereigene Klimaanlage: der Speichel verdunstet auf der gut durchbluteten Zunge und sorgt so für sinkende Körpertemperaturen.
Beim Feldhasen ist die Zunge aber nicht lang genug, um sich ausreichend abzukühlen. „Der hat dafür lange Ohren, die er in den Wind halten kann, damit er nicht zu heißblütig wird“ lacht Backhausen.
Gerade an den heißen Tagen ist Stress und Aufregung das Letzte, was die Wildtiere brauchen können. „Der Kreislauf von Fuchs, Hase & Co ist ohnehin stark belastet. Wenn sie nun durch frei laufende Hunde oder Spaziergänger abseits der Wege aufgescheucht werden, dann leidet jedes Tier“ erklärt Hans Erik Backhausen. Deshalb seine dringende Bitte an alle NaturliebÂhaber: in Wald und Flur auf den Wegen bleiben – die Wildtiere werden es danken.
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